{"id":722,"date":"2013-01-27T02:43:29","date_gmt":"2013-01-27T01:43:29","guid":{"rendered":"https:\/\/localhost\/WP-Denkmalverein\/?p=722"},"modified":"2013-01-27T02:43:29","modified_gmt":"2013-01-27T01:43:29","slug":"loisachfloesserei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/?p=722","title":{"rendered":"V2013-01 &#8211; Werdenfelser Fl\u00f6\u00dferei auf der Loisach (Verein)"},"content":{"rendered":"<p>Am 25.01.2013 hatten wir um 19.00 Uhr einen Vortrag \u00fcber die Werdenfelser Fl\u00f6\u00dferei auf der Loisach. Der Referent, Herr Josef Brandner aus Ohlstadt,&nbsp; ist ein exzellenter Kenner der Materie und hat sich seit vielen Jahren mit dem Thema besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>36 Zuh\u00f6rer erlebten einen hochinteressanten Abend und der Referent hat v\u00f6llig zu Recht am Ende viel und langanhaltenden Applaus bekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In ca. 90 Minuten erfuhren wir etwas \u00fcber den Wasserweg, die Loisach. Sie war ab Garmisch flo\u00dfbar. Ihr gegen\u00fcber zeigt sich die Isar, die ab Mittenwald flo\u00dfbar war, nat\u00fcrlich sehr viel wichtiger, dennoch waren die Werdenfelser als Untertanen des F\u00fcrstbistums Freising mit diesem Wasserweg mit ihrem Herrn verbunden. Die Bisch\u00f6fe von Freising erhielten \u00fcber die Loisach aus ihren Besitzungen in den Bergen ben\u00f6tigte Waren. Insbesondere das Holz und die Holzwirtschaft spielten dabei eine gro\u00dfe Rolle.Die Regelungen, die damals f\u00fcr die Bauern bez\u00fcglich Holz galten, k\u00f6nnen als liberal und relativ gro\u00dfz\u00fcgig angesehen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im zweiten Punkt wurde auf die verschiedenen Flo\u00dfarten eingegangen: Bauernfl\u00f6\u00dfe, Zunftfl\u00f6\u00dfe und Amtsfl\u00f6\u00dfe und was jeweils darauf transportiert wurde. Die meisten Waren wurden nach M\u00fcnchen gebracht, ein Teil weiter bis zum F\u00fcrstbischof von Freising und nur ein kleiner Teil der Fl\u00f6\u00dfe fuhr weiter \u00fcber die untere Isar bis in die Donau, teilweise bis Wien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So manchen hat erstaunt, dass Fl\u00f6\u00dfe Einwegprodukte waren: sie wurden in den Bergen aus entsprechendem Holz hergestellt, dann zum Transport der G\u00fcter verwendet und am Bestimmungsort der G\u00fcter wurde das Holz gewinnbringend verkauft und der Fl\u00f6\u00dfer ging zu Fu\u00df wieder nach Hause.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dass die Fl\u00f6\u00dferei ein gef\u00e4hrlicher Beruf war, ergibt sich aus zahlreichen Ungl\u00fccksf\u00e4llen. Die ersten Anf\u00e4nge der Fl\u00f6\u00dferei k\u00f6nnen bis ins 12. Jahrhundert in schriftlichen Quellen zur\u00fcckverfolgt werden, der Niedergang der Fl\u00f6\u00dferei im 19. Jahrhundert ergab sich nicht nur durch den Bau der Eisenbahn, sondern auch durch einen massiven Holzmangel in den Bergen und weitere Umst\u00e4nde wie verbesserte Stra\u00dfenverbindungen und Fuhrwerke.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Abend war eine hervorragende&nbsp; Einstimmung auf unsere Exkursion im September zu Originalpl\u00e4tzen der Loisachfl\u00f6\u00dferei! Wir danken Herrn Brandner sehr f\u00fcr diesen lebendigen und anschaulichen Vortrag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pressebericht im T\u00f6lzer Kurier am 7.3.2013; bitte <a href=\"https:\/\/localhost\/WP-Denkmalverein\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Toelzer-Kurier-Floesserei-Vortrag.PDF\">hier<\/a><a href=\"https:\/\/localhost\/WP-Denkmalverein\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Toelzer-Kurier-Floesserei-Vortrag.PDF\"><\/a> klicken<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 25.01.2013 hatten wir um 19.00 Uhr einen Vortrag \u00fcber die Werdenfelser Fl\u00f6\u00dferei auf der Loisach. 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