{"id":2053,"date":"2024-04-21T18:00:58","date_gmt":"2024-04-21T16:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/?p=2053"},"modified":"2024-10-23T15:46:43","modified_gmt":"2024-10-23T13:46:43","slug":"wo-kein-wille","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/?p=2053","title":{"rendered":"Wo (k)ein Wille"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wo \u00a0(k)ein \u00a0Wille\u2026<\/strong><\/p>\n<p><strong>Da \u00a0(k)ein \u00a0Weg<\/strong><\/p>\n<p><strong>Oder:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wie in Penzberg zwei hundertj\u00e4hrigen Linden die Chance genommen wurde, ein Denkmal an die \u201ePenzberger Mordnacht\u201c \u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>vom 28. April 1945 zu werden.<\/strong><\/p>\n<p><strong>____________________________________________<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Eine Dokumentation des Vereins f\u00fcr Denkmalpflege und Penzberger Stadtgeschichte<\/p>\n<p>f\u00fcr den Bayerischen Rundfunk (BR) im April 2024<\/p>\n<p>von Max Kapfer<\/p>\n<p><strong>28. April 2024:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Gedenkfeiern mit Wermutstropfen<\/strong><\/p>\n<p>Wenn in der ehemaligen Bergarbeiterstadt Penzberg am 28. April 2024 \u00a0wie jedes Jahr des schw\u00e4rzesten Tags seiner Geschichte gedacht wird, f\u00e4llt zum ersten Mal seit 79 Jahren ein Wermutstropfen auf die Gedenkfeierlichkeiten an die sog. \u201ePenzberger Mordnacht\u201c, die bisher immer in partei\u00fcbergreifender Einheit und unter gro\u00dfer Anteilnahme der Bev\u00f6lkerung begangen wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>16 Penzberger B\u00fcrger ermordet<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>In jener ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigt gewordenen Nacht wurden nur 30 Stunden vor dem Einmarsch der amerikanischen Armee von aufgehetzten Hitler-Werwolf-Schergen 16 Penzberger B\u00fcrger ermordet. Acht unschuldige B\u00fcrger, unter ihnen der damalige B\u00fcrgermeister <strong>Hans Rummer <\/strong>und \u00fcberwiegend Kommunisten und Sozialdemokraten wurden standrechtlich erschossenund acht ebenfalls v\u00f6llig unschuldige M\u00e4nner und Frauen in der Stadtmitte an Balkonen und B\u00e4umen grausam erh\u00e4ngt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Mordopfer_2.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><strong>Zwei Tatort-B\u00e4ume gab es noch bis vor 4 Wochen<\/strong><\/p>\n<p>Und genau um jene B\u00e4ume, von denen bis vor kurzem noch zwei hundertj\u00e4hrige Linden als sog<strong>. \u201eTatort-B\u00e4ume\u2018\u201c<\/strong> in der Bahnhofstra\u00dfe erhalten waren, entz\u00fcndete sich eine unsch\u00f6ne Diskussion \u00fcber 12 Monate, die darin gipfelte, dass die letzten zwei B\u00e4ume gef\u00e4llt wurden, an denen die Mordopfer <strong>Albert Grauvogl<\/strong> und <strong>Sebastian Tauschinger<\/strong> erh\u00e4ngt wurden.<\/p>\n<p>Grund: Der Bau-Ausschuss des Stadtrates hatte im April 2023 auf Empfehlung der <strong>st\u00e4dtischen Baumkontrolleurin <\/strong>gegen zwei Stimmen beschlossen, die <strong>B\u00e4ume wegen mangelnder Verkehrssicherheit f\u00e4llen zu lassen.<\/strong> Nachdem es sich bei den beiden B\u00e4umen nicht nur um \u201egew\u00f6hnliche\u201c B\u00e4ume handelte, sondern um historische Zeitzeugen, lief der Denkmalverein dagegen Sturm. Die Feststellung, dass die B\u00e4ume innen hohl seien, wollten die Denkmalsch\u00fctzer nicht als Grund f\u00fcr eine F\u00e4llung akzeptieren. Der Verein argumentierte, dass es zahlreiche uralte \u201ehohle Linden\u201c gibt, deren Rinde das tragende Ger\u00fcst des Baumes ist. Das Kernholz jedes Baumes ist totes Material. Der Baum lebt durch die Rinde, die bei einem vitalen Baum weiter w\u00e4chst und gegebenenfalls die St\u00fctzaufgabe des nicht mehr vorhandenen Baumkernes \u00fcbernimmt. Au\u00dferdem produzieren 100j\u00e4hrige B\u00e4ume eine erhebliche Menge an Sauerstoff, die Nachpflanzungen erst nach Jahrzehnten erreichen.<\/p>\n<p>Dieses Wissen sah der Denkmalverein durch die bei der Stadt in Lohn und Brot stehenden Baumkontrolleurin nicht hinreichend ber\u00fccksichtigt, weswegen er ein Gutachten durch eine unabh\u00e4ngige Fachkraft verlangte. Dies wurde allerdings von der Stadt abgelehnt. Der Verein beschloss daraufhin, von sich aus eine Fachkraft zu bestellen und zu bezahlen. <strong>Frau Dr. Karla Melka-M\u00fcller,<\/strong> eine von der IHK M\u00fcnchen u. Obb. \u00f6ffentlich bestellte und vereidigte Sachverst\u00e4ndige f\u00fcr Baumpflege, Verkehrssicherheit von B\u00e4umen und Baumwertermittlung \u2013 so ihr Titel \u2013 schien dem Verein die richtige\u00a0 Person zu sein, nachdem diese die Stadt schon im Jahre 2005 bei der Neuordnung der Stadt vor der F\u00e4llung der 21 Kastanien in der Stadtmitte beraten hatte. Ganze 28 Arbeitstage allerdings brauchte der B\u00fcrgermeister, bis er am 21.12.2023 die Erlaubnis zur Begutachtung f\u00fcr die vom Denkmalverein auserkorene Fachkraft unterschrieben hatte.<\/p>\n<p><strong>Eine peinliche Ver\u00f6ffentlichung<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Eine peinliche \u00dcberraschung f\u00fcr die Stadt kam durch die Bestellung unseres Gutachtens zu Tage. Zur ordnungsgem\u00e4\u00dfen Auftragsdurchf\u00fchrung ben\u00f6tigte die vom Denkmalverein beauftragte Frau Dr. Melka-M\u00fcller die bis dahin erstellten Gutachten \u00fcber den historischen Baum. So bekam der Verein Kenntnis von einem Gutachten, das die Stadt bereits im Jahre 2013 in Auftrag gegeben hatte. Schon damals, vor 10 Jahren, wurde den B\u00e4umen darin Standunsicherheit attestiert. Warum dieses Gutachten 10 Jahre lang ohne Bearbeitung in irgendeiner Schublade im Rathaus schlummerte, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Fest steht, dass die B\u00fcrger 10 Jahre lang mit der \u201eGefahr in Verzug\u201c lebten. Jedenfalls \u00fcberstanden die B\u00e4ume in der Innenstadt das schlimme Unwetter vom 12. Juli 2023, bei dem reihenweise andere B\u00e4ume im Stadtgebiet umfielen, ohne Sch\u00e4den.<\/p>\n<p>Durch den Wintereinbruch nach Weihnachten verz\u00f6gerte sich die Begutachtung, die dann aber schlie\u00dflich am 15. Februar durchgef\u00fchrt wurde. Bereits nach f\u00fcnf Tagen war das Gutachten von Karla Melka-M\u00fcller fertig. Im Grunde best\u00e4tigte es die Beurteilung \u201enicht bruchsicher\u201c, \u201eakute Bruchgefahr\u201c mit einer nicht unwesentlichen Einschr\u00e4nkung, die von der Stadt geflissentlich \u00fcberlesen wurde. Da stand n\u00e4mlich als <strong>Handlungsempfehlung aufgrund der historischen W\u00fcrdigung der B\u00e4ume einmal \u201eErhalt mit Kronenk\u00fcrzung m\u00f6glich\u201c <\/strong>(eine ganz normale Baumpflege also)<strong> und beim anderen Baum \u201eErhalt mit baumsicherndem Metallger\u00fcst\u201c m\u00f6glich. <\/strong>Die Empfehlung zur Kronenk\u00fcrzung wurde im Bauausschuss gar nicht diskutiert. Ein Metallger\u00fcst sei in der K\u00fcrze der Zeit \u2013 angeblich drohte der Baum ja jede Minute umzufallen \u2013 nicht realisierbar, weshalb der Bau-Ausschuss am 20. Feb. 2024 seinen Beschluss zur F\u00e4llung vom Vorjahr aufrecht hielt.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit wurde in vielen Leserbriefen das F\u00fcr und Wider der F\u00e4llung lebhaft diskutiert. Bef\u00fcrworter der F\u00e4llung zweifelten das Alter der B\u00e4ume, den Standort und sogar die Namen der Mordopfer an. Bereits Ende September 2023 hatte ein Penzberger B\u00fcrger, Mitglied des Denkmalvereins \u2013 <strong>Herr Erich Sczepanski<\/strong> \u2013 um \u00dcberpr\u00fcfung auf Unterschutzstellung der Linden als Naturdenkmal bzw. als Denkmal beim Landratsamt Weilheim-Schongau gebeten. Die Unterschutzstellung als Naturdenkmal wurde rasch abgelehnt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>B\u00e4ume nur 4 Tage unter Denkmalschutz<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Eine gleichlautende Anfrage auf Pr\u00fcfung als Denkmal ging aber zeitgleich auch an das Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege in M\u00fcnchen, das noch im alten Jahr mit <strong>Dr. Detlef Knipping<\/strong> einen Vertreter zur <strong>Ortsbesichtigung<\/strong> nach Penzberg schickte. Dessen Antwort aus M\u00fcnchen vom 23. Februar 2024 stellte klar, dass die beiden Mordopfer-B\u00e4ume sch\u00fctzenswert nach Art. 1 BayDSchG seien und ohne Einbindung der Beh\u00f6rde nicht umgeschnitten werden d\u00fcrften. \u00a0Eine geplante Beseitigung oder Ver\u00e4nderung nach Art. 6 BayDSchG sei erlaubnispflichtig. Das Landesamt habe diesbez\u00fcglich den Fall an die Untere Denkmalschutzbeh\u00f6rde beim Landratsamt Weilheim-Schongau delegiert.<\/p>\n<p>Damit schien der Bestand der nun denkmalgesch\u00fctzten B\u00e4ume gesichert. Denn nach dem \u201eVerh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeitsgrundsatz\u201c ist eine Verletzung gesch\u00fctzter Rechte (hier dem Denkmalschutz) <strong>nur<\/strong> zul\u00e4ssig, wenn dies unbedingt notwendig ist. Dass eine L\u00f6sung mit geringeren Eingriffen \u2013 Astschnitt oder Baumschutzgitter \u2013 m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, hatte das Gutachten von Dr. Melka-M\u00fcller aber belegt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Imagin\u00e4re \u201eGefahr im Verzug\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Denkmalschutz aufgehoben<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Doch in aller Eile l\u00e4sst die Stadt um die betreffenden B\u00e4ume herum rot-wei\u00dfe Absperrgitter gro\u00dfr\u00e4umig aufstellen, um die B\u00fcrger vor der drohenden \u201eGefahr im Verzug\u201c durch herabfallende \u00c4ste oder Schlimmerem zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Nachdem der gesamte Sommer 2023, in dem man sich \u00fcber die Konsequenzen eines Gutachtens h\u00e4tte Gedanken machen k\u00f6nnen, vertr\u00f6delt worden war und die Genehmigung zur Begutachtung sich nochmal einen Monat lang hinzog, war nun \u00fcbergro\u00dfe Eile geboten.<\/p>\n<p>Wegen der angeblichen Notwendigkeit weiterer Stra\u00dfensperrungen (der Hauptstra\u00dfe an der Hauptkreuzung!) und \u00a0weiterer imagin\u00e4r konstruierter Gefahren im Verzug folgt die <strong>Ausnahmegenehmigung zur F\u00e4llung<\/strong> aus dem Landratsamt <strong>auf dem Fu\u00df<\/strong> und in einer f\u00fcr eine Beh\u00f6rde nie gekannten Schnelligkeit. Am selben Tag werden die B\u00e4ume umgeschnitten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2059\" src=\"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-3-Stadtplatz_Rathaus-244x300.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-3-Stadtplatz_Rathaus-244x300.jpg 244w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-3-Stadtplatz_Rathaus-833x1024.jpg 833w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-3-Stadtplatz_Rathaus-768x944.jpg 768w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-3-Stadtplatz_Rathaus-1249x1536.jpg 1249w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-3-Stadtplatz_Rathaus-1665x2048.jpg 1665w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-3-Stadtplatz_Rathaus.jpg 1732w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/p>\n<p>In den folgenden Tagen legten B\u00fcrger Blumen an den St\u00fcmpfen der abges\u00e4gten B\u00e4ume ab und z\u00fcndeten Grabkerzen an. Ein anonymer Schreiber traf mit einem Zettel \u201eden Nagel auf den Kopf\u201c:<em> \u201eVoll im Trend, in Zeiten des Wiederaufkommens des Rechtsextremismus werden Zeitzeugen des Widerstands 1945 einfach umges\u00e4gt\u201c. <\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2060\" src=\"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-15-Stachus-222x300.jpg\" alt=\"\" width=\"222\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-15-Stachus-222x300.jpg 222w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-15-Stachus-758x1024.jpg 758w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-15-Stachus-768x1038.jpg 768w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-15-Stachus-1137x1536.jpg 1137w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-15-Stachus-1516x2048.jpg 1516w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_April_2024_02-15-Stachus-scaled.jpg 1894w\" sizes=\"auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2061\" src=\"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_Maerz_2024_05-3-beseitigte_Baumstuempfe_am-Stachus_bei_der_Ampel-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_Maerz_2024_05-3-beseitigte_Baumstuempfe_am-Stachus_bei_der_Ampel-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_Maerz_2024_05-3-beseitigte_Baumstuempfe_am-Stachus_bei_der_Ampel-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_Maerz_2024_05-3-beseitigte_Baumstuempfe_am-Stachus_bei_der_Ampel-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_Maerz_2024_05-3-beseitigte_Baumstuempfe_am-Stachus_bei_der_Ampel-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/003_Maerz_2024_05-3-beseitigte_Baumstuempfe_am-Stachus_bei_der_Ampel-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Trauerbekundungen sowie die Baumst\u00fcmpfe werden rasch entfernt, die Stellen mit Kies aufgef\u00fcllt.<\/p>\n<p>Ob die Stadt die nicht unerheblichen Kosten f\u00fcr die Baumf\u00e4llungen \u00fcberhaupt bezahlen kann, ist eine andere Frage. Es besteht n\u00e4mlich wegen der Schulden der Stadt eine Ausgabensperre und vor jeglicher Kreditaufnahme muss eine Haushalts-Konsolidierung vorgenommen werden.<\/p>\n<p>Die Stadt hat sich mit diesen Baumf\u00e4llungen selber einer einmaligen Chance beraubt, auf lange Sicht (vielleicht ein paar Jahrzehnte oder mehr \u2013 siehe Wessobrunner Tassilo-Linde) ein stummes Denkmal an die barbarische menschenverachtende Untat der m\u00f6rderischen Nazi-Werw\u00f6lfe mitten in der Stadt zu erhalten.<\/p>\n<p>Ein ehemaliger Penzberger B\u00fcrge<strong>r <\/strong>hat eine gro\u00dfz\u00fcgige Spendenzusage \u00fcber 10.000 Euro gemacht f\u00fcr ein Denkmal nach den Vorstellungen des Denkmalvereins. Ob aus den gef\u00e4llten St\u00e4mmen ein Kunstwerk geschaffen wird, das an diesem Platz als \u201eErsatz-Denkmal\u201c dienen k\u00f6nnte, wird die Zukunft zeigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wo \u00a0(k)ein \u00a0Wille\u2026 Da \u00a0(k)ein \u00a0Weg Oder: Wie in Penzberg zwei hundertj\u00e4hrigen Linden die Chance genommen wurde, ein Denkmal an die \u201ePenzberger Mordnacht\u201c \u00a0\u00a0 vom&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[58],"tags":[],"class_list":["post-2053","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-linden-am-stadtplatz"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2053","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2053"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2053\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2134,"href":"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2053\/revisions\/2134"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2053"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2053"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.denkmalverein-penzberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2053"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}